Laborpraxis
Frost-Tau-Zyklus
Jedes Einfrieren und Wiederauftauen einer Lösung. Wiederholte Zyklen fördern Aggregation und Abbau gelöster Peptide.
Auch Freeze-Thaw · Einfrier-Auftau-Zyklus
Beim Gefrieren entstehen Eiskristalle, die gelöste Moleküle an Grenzflächen zusammendrängen. Lokal steigen Konzentration und Ionenstärke stark an — Bedingungen, unter denen Peptide verklumpen können.
Ein einzelner Zyklus ist meist unkritisch, mehrere summieren sich. Deshalb die Regel: nach dem Ansetzen aliquotieren und je Versuch nur ein Röhrchen auftauen.
Auftauen möglichst schonend, im Kühlschrank oder in der Hand, nicht im heißen Wasserbad.
Weitere Begriffe
- AliquotierenDas Aufteilen einer Lösung in mehrere kleine Portionen, damit für jeden Versuch nur eine…
- VialKleines Glasfläschchen mit Gummiseptum und Bördelkappe, in dem lyophilisierte Peptide geliefert und gelagert werden.
- KühlketteLückenlose Temperaturführung von der Produktion bis zur Lagerung, bei Peptiden üblicherweise im Bereich von…
- LyophilisationGefriertrocknung: Das Lösungsmittel wird gefroren und im Vakuum direkt vom festen in den gasförmigen…
- Bakteriostatisches WasserWasser mit 0,9 Prozent Benzylalkohol als Konservierungsmittel — hemmt Keimwachstum und erlaubt so die…
- RekonstitutionDas Auflösen eines lyophilisierten Peptids in einem geeigneten Lösungsmittel, um eine Stammlösung definierter Konzentration…
