Wirkstoffklasse
Inkretin
Darmhormon, das nach der Nahrungsaufnahme die Insulinausschüttung verstärkt. Die wichtigsten sind GLP-1 und GIP.
Auch Inkretine · Inkretin-Analoga · GIP
Der Inkretin-Effekt beschreibt eine Beobachtung: Glukose löst eine stärkere Insulinantwort aus, wenn sie über den Darm aufgenommen wird, als bei gleicher Blutkonzentration nach direkter Gabe. Verantwortlich sind Hormone aus der Darmwand.
GLP-1 und GIP sind die beiden bekanntesten. Substanzen, die beide Rezeptoren gleichzeitig ansprechen, werden als Doppel-Agonisten bezeichnet; kommt der Glucagon-Rezeptor hinzu, spricht man von Dreifach-Agonisten.
Passende Wirkstoffe
Weitere Begriffe
- NootropikumSammelbegriff für Substanzen, die in der Forschung im Zusammenhang mit kognitiven Funktionen untersucht werden.
- TripeptidPeptid aus genau drei Aminosäuren — trotz der geringen Größe mit spezifischer biologischer Aktivität.
- KupferpeptidPeptid, das ein Kupferion komplex bindet. Bekanntester Vertreter ist GHK-Cu aus der dermatologischen Forschung.
- ThymosinGruppe ursprünglich aus der Thymusdrüse isolierter Peptide. Bekannt sind Thymosin Alpha-1 und Fragmente von…
- GLP-1-RezeptoragonistSubstanz, die den Rezeptor des Darmhormons GLP-1 aktiviert. Zentrale Klasse der Stoffwechselforschung.
- TelomeraseEnzym, das die Endstücke der Chromosomen verlängert. Zentraler Gegenstand der Alternsforschung.
