HPLC
Hochleistungsflüssigkeitschromatographie — das Standardverfahren, um die Reinheit eines Peptids zu bestimmen und Nebenprodukte sichtbar zu machen.
Auch Hochleistungsflüssigkeitschromatographie · RP-HPLC · Umkehrphasen-HPLC
Bei der HPLC wird die Probe unter hohem Druck durch eine Trennsäule gepumpt. Die Bestandteile wandern unterschiedlich schnell und verlassen die Säule zeitversetzt. Ein Detektor zeichnet sie als Peaks auf.
Für Peptide ist die Umkehrphasen-HPLC üblich: Die Säule ist unpolar, das Laufmittel polar. Je wasserabweisender ein Molekül, desto länger bleibt es hängen.
Die Reinheit ergibt sich aus dem Flächenanteil des Hauptpeaks an der Gesamtfläche aller Peaks. „≥ 99 % HPLC“ heißt also: Der Hauptpeak macht mindestens neunundneunzig Prozent der detektierten Fläche aus.
Wichtig zu wissen: Die HPLC sagt nichts darüber, ob der Hauptpeak das gewünschte Peptid ist. Diese Frage beantwortet die Massenspektrometrie.
Weitere Begriffe
- AnalysezertifikatPrüfbericht zu einer konkreten Charge mit Reinheit, Identität und weiteren Kennwerten — im Englischen…
- MassenspektrometrieVerfahren zur Bestimmung der Molekülmasse. Belegt die Identität eines Peptids, während die HPLC seine…
- ChargeEine in einem Durchgang hergestellte Produktionsmenge, gekennzeichnet durch eine eindeutige Nummer und mit eigenem…
- ReinheitAnteil der Zielsubstanz an der Gesamtmenge, bei Peptiden üblicherweise als Flächenprozent im HPLC-Chromatogramm angegeben.
- Endotoxin-TestPrüfung auf Lipopolysaccharide aus Bakterienwänden, die schon in kleinsten Mengen Zellkulturen verfälschen können.
