Peptid-Lexikon
Begriffe aus Forschung, Analytik und Laborpraxis — kurz erklärt.
WERKZEUG · NACHSCHLAGEN
Peptid-Lexikon
Begriffe aus Peptidforschung, Analytik und Laborpraxis — kurz erklärt, jeweils mit Verweis auf die passenden Wirkstoffe im Katalog.
A
- AliquotierenLaborpraxisDas Aufteilen einer Lösung in mehrere kleine Portionen, damit für jeden Versuch nur eine davon aufgetaut werden muss.
- AminosäureGrundlagenBaustein aller Peptide und Proteine. Zwanzig kanonische Aminosäuren bilden das Alphabet, aus dem jede Sequenz zusammengesetzt ist.
- AnalysezertifikatAnalytik & QualitätPrüfbericht zu einer konkreten Charge mit Reinheit, Identität und weiteren Kennwerten — im Englischen Certificate of Analysis, kurz CoA.
- α-MSH-AnalogonWirkstoffklasseAbwandlung des Melanozyten-stimulierenden Hormons, untersucht in der dermatologischen und entzündungsbiologischen Forschung.
B
C
- CAS-NummerRegulatorikEindeutige Registriernummer des Chemical Abstracts Service, mit der sich eine chemische Substanz weltweit zweifelsfrei identifizieren lässt.
- ChargeAnalytik & QualitätEine in einem Durchgang hergestellte Produktionsmenge, gekennzeichnet durch eine eindeutige Nummer und mit eigenem Analysezertifikat.
E
F
G
- GHRH-AnalogonWirkstoffklasseAbwandlung des körpereigenen Growth Hormone Releasing Hormone, in der Endokrinologie-Forschung zur Freisetzung von Wachstumshormon untersucht.
- GLP-1-RezeptoragonistWirkstoffklasseSubstanz, die den Rezeptor des Darmhormons GLP-1 aktiviert. Zentrale Klasse der Stoffwechselforschung.
- GMPRegulatorikGood Manufacturing Practice — Regelwerk für Herstellung und Qualitätssicherung, das weit über die Anforderungen an Forschungschemikalien hinausgeht.
H
I
K
L
M
- MassenspektrometrieAnalytik & QualitätVerfahren zur Bestimmung der Molekülmasse. Belegt die Identität eines Peptids, während die HPLC seine Reinheit misst.
- Molare MasseGrundlagenMasse eines Mols einer Substanz, angegeben in Gramm pro Mol. Bei Peptiden ergibt sie sich aus der Summe der Aminosäuren abzüglich des Wassers je Bindung.
N
P
- PeptidGrundlagenKette aus wenigen bis etwa fünfzig Aminosäuren, verbunden über Peptidbindungen — kürzer als ein Protein, größer als ein klassischer Wirkstoff.
- PeptidbindungGrundlagenChemische Verknüpfung zwischen der Carboxylgruppe einer Aminosäure und der Aminogruppe der nächsten, unter Abspaltung von Wasser.
R
- ReinheitAnalytik & QualitätAnteil der Zielsubstanz an der Gesamtmenge, bei Peptiden üblicherweise als Flächenprozent im HPLC-Chromatogramm angegeben.
- RekonstitutionLaborpraxisDas Auflösen eines lyophilisierten Peptids in einem geeigneten Lösungsmittel, um eine Stammlösung definierter Konzentration zu erhalten.
- Research Use OnlyRegulatorikKennzeichnung für Substanzen, die ausschließlich zu Forschungszwecken bestimmt sind — nicht für Diagnostik, Therapie oder Verzehr.
S
- SekretagogumWirkstoffklasseSubstanz, die eine Drüse zur Ausschüttung ihres Hormons anregt. Bei Wachstumshormon meist über den Ghrelin-Rezeptor.
- SequenzGrundlagenDie Reihenfolge der Aminosäuren in einem Peptid, üblicherweise im Einbuchstabencode vom N- zum C-Terminus notiert.
- SicherheitsdatenblattRegulatorikStandardisiertes Dokument mit Angaben zu Gefahren, Handhabung, Lagerung und Erster Hilfe für eine chemische Substanz.
- StammlösungLaborpraxisDie konzentrierte Ausgangslösung nach der Rekonstitution, aus der Verdünnungen für den eigentlichen Versuch hergestellt werden.
T
- TelomeraseWirkstoffklasseEnzym, das die Endstücke der Chromosomen verlängert. Zentraler Gegenstand der Alternsforschung.
- ThymosinWirkstoffklasseGruppe ursprünglich aus der Thymusdrüse isolierter Peptide. Bekannt sind Thymosin Alpha-1 und Fragmente von Thymosin Beta-4.
- TripeptidWirkstoffklassePeptid aus genau drei Aminosäuren — trotz der geringen Größe mit spezifischer biologischer Aktivität.
V
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